Sophos: Umstellung von UTM auf XG

Sophos: Umstellung von UTM auf XG

Wenn man Jahrelang mit der Sophos UTM gearbeitet hat und dann auf eine Sophos XG umstellt, steht man erst mal wie der Ochs vorm Berge (so zumindest ich), da die XG einen ganz anderen Ansatz verfolgt als die UTM.

Die XG ist ein zugekauftes Produkt und es wurde noch einige Jahre Support und gar Weiterentwicklung für UTM Produkte von Sophos zugesagt.

Sollte man eine UTM 9 Lizenz haben, so kann man diese zu einer XG Lizenz upgraden (Achtung: Dieser Vorgang ist laut Hinweismeldung nicht Reversible).

Auch hier gibt es eine kostenlose Version für den nicht kommerziellen Betrieb, welcher bis 100 Adressen unterstützt – in dieser Version ist fast alles aktiviert, bis auf die Sandstorm funktion (wie auch bei der UTM Home).

  • Dennoch könnte bei den folgenden Punkten der Umstieg interessant sein:
  • Umfangreicheres Muticast Routing
  • Umfangreiche Möglichkeiten bei der Webserververöffentlichung
  • In der kostenlosen Homeversion werden bei der XG 100 Adressen statt wie bei der UTM nur 50 Adressen unterstützt

Da ich einige Probleme mit dem Multicast Routing habe und mir eine Besserung bei diesem Problem erhoffe, habe ich mir die Lösung mal näher angeschaut.

Ich setze folgende Funktionen ein:

  • WLAN Intern und Gästenetz (mit eigenen Accesspoints)
  • Im Gästenetz Hotspot mit Vouchersystem
  • VPN Netze ins RZ und die Firma (unter anderem für Onlinebackup ins RZ)
  • VPN Einwahl
  • NAT / Firewall
  • Emailprotection
  • Webprotection
  • IPS
  • Öffentliches SSL Zertifikat für die Firewall und das Userportal

Die Umstellung hat ca. 8 Stunden gedauert.

Da  die XG einen anderer Ansatz verfolgt als bei der UTM habe ich mich mit der Umstellung schwer getan und mir hier alle Informationen zusammengeschrieben:

*: Bei den SMTP Regeln steht nicht drin, das unter Administration > Device Access > SMTP Relay noch das entsprechende Netz (z.B. WAN) noch aktiviert werden muss.

*: Bei VPN mit SSL zu einer UTM steht nicht dabei, das die Einstellungen anders sind, diese können unter VPN > SSL > Advanced angepasst werden. Bitte dabei jedoch beachten, das dies auf alle SSL Tunnel gilt.

Ich hoffe der Beitrag hilft den einem oder anderem.


Alexa erobert unser Heim (mit Automatisierungsbeispielen)

Eigentlich wollte ich die Sprachsteuerung mit Siri realisieren – doch leider scheiterte das an den strengen Vorgaben von Apple. Es funktioniert leider nur sehr wenig Hardware und die Lösung über die sogenannte HA-Bridge funktionierte leider nur sehr instabil bei mir.

So macht das keinen Sinn.

Deswegen freute ich mich, als ich von Alexa hörte und noch mehr als ich davon hörte, das Alexa auch noch mit Sonos direkt verbunden werden sollte (was jedoch noch nicht erfolgt ist).

Mittlerweile ist auch der Skill (so heißen die Brücken zwischen den Softwarelösungen und Alexa) von meiner Hausautomationslösung Symcon offiziell verfügbar.

Über Symcon habe ich ca. 40 „Geräte“ angelegt, wie z.B.

Moeller XComfort:

  • Rollos (An, Aus und Öffnungsgrad)
  • Zwischenstecker (An und Aus) und
  • Schalter (An und Aus)

Homematic:

  • Heizungen (Temperatur) und
  • Dachfenster (Auf, Zu und Öffnungsgrad)

Sowie einige Scripte die Szenen steuern:

Schlafen gehen:

  • Es wird das Dachfenster geöffnet.
  • Für das Dachfenster wird ein Timer für eine Stunde gestellt.
  • Es wird der Sonos im Schlafzimmer eingeschaltet.
  • Der Sonos wählt die Schlaf Playliste.
  • Der Sonos wird auch 15% Lautstärke eingestellt.
  • Für den Sonos wird der Ausschalttimer auf eine Stunde gestellt.

Schlafprogramm:

  • Alle nichtbenötigten Heizungen werden auf 17° runtergeregelt.
  • Alle Rollos werden geschlossen.
  • Alle Sonos werden ausgeschaltet.
  • Alle Lichter werden ausgeschaltet.
  • Das Licht im Bad wird eingeschaltet auf 30% Helligkeit.

Sonos:

  • Steuern der Sonos Geräte (An, Aus und Lautstärke) – hierbei wird jedoch nur de entsprechende Sonos mit der letzten Wiedergabe fortgesetzt.

Da die Steuerung über den Hausautomationsskill realisiert wird, spart man sich den Befehl um in einen anderen Skill zu wechseln (z.B. „sage <skillname> …“) – hat jedoch dafür nur einen beschränkten Sprachschatz auf den man zurückgreifen kann, wie z.B.:

Schalte <Name> an

Schalte <Name> aus

Stelle <Name> auf x% (z.B. Rollos, Licht, Sonos Laufstärke)

Stelle <Name> auf x° (Heizung)

Leider hat man jedoch auch gelegentlich das Problem, das Alexa nicht versteht welches Gerät gemeint war und dann noch mal nachfragt.

Um die Alexa-Lösung zu realisieren benötigt man folgendes:

  • Natürlich einen Amazon Echo Dot (ab 60€, zum testen kann man auch die Reverb App nehmen).
  • Ein Amazon Prime Account wird laut meiner Information nicht benötigt – empfiehlt sich jedoch, da dann Alexa auch auf die Amazon Musikdatenbank zurückgreifen kann – diese Musikdatenbank nutzen wir parallel zu Spotify.
  • Symcon: Hier reicht die Basis Lizenz für 99€ aus, diese enthält einen Monat Subscription. Die Subscription wird benötigt, damit Alexa (und natürlich auch die Smartphone-Apps) mit eurer Steuerung zuhause gesichert kommunizieren kann. Solltet ihr eine eigene Verbindung einrichten (Zertifikat und DyNDS bzw. feste IP) – so könntet ihr auf den Dienst verzichten, ansonsten werden pro Jahr ca. 40€ fällig.
  • Ein Server wie z.B. ein Raspberry Pi 3 B-Version mit Zubehör wie Gehäuse, Netzteil, SD Karte (als Set zusammen ab ca. 70€).
  • Zu guter Letzt dann die Hausautomation selber, hier kann ich für den günstigen Einstieg Homematic empfehlen, da diese relativ günstig sind, eine breite Auswahl an Aktoren haben, Bi-Directional arbeiten (damit keine Funkbefehle verloren gehen) und Routingfähig sind (Leiten Befehle und Statusinformationen über andere Aktoren weiter). Entsprechende Startersets wie CCU2 (Steuereinheit) gibt es ab 92€ – Aktoren ab ca. 40€.

Parallel zu Alexa nutze ich noch:

  • Webfront (Webinterface)
  • iOS App (iPhone und Watch) und
  • IPSView (grafische Visualisierung z.B. auf meinem iPad)

Natürlich kann man die Hausautomation auch noch um etliche Dinge erweitern, so habe ich vor kurzem noch Homematic-Funk-Rauchmelder integriert welche natürlich mit in der Hausautomation integriert sind und folgenden Komfort bieten bei einem Alarm:

  • Rechtzeitige Erkennung und Alarmierung in allen Räumen, da untereinander Vernetzt.
  • Hochfahren der Rollos, damit entsprechende Fluchtmöglichkeiten bestehen.
  • Einschalten der Lichter, damit eine bessere Orientierung gegeben ist.
  • Informieren über Sonos in welchen Raum der Alarm ausgelöst wurde (das ist zur Zeit noch nicht realisiert, die Idee entstand erst gestern Abend).