Monatliche Archive: November 2017

Windows Server 2016: Mehrere SSL Zertifikate auf einer IP

Mehrere SSL Zertifikate mit mehreren verschiedenen Namen und Zertifikaten auf der selben Seite zu verwenden (statt z.B. einem SAN Zertifikat für Exchange Server) kann man in dem Windows Server 2016 bequem über den Internetinformationdienste (IIS) – Manager einrichten.

Dazu gehen Sie wie folgt vor:

  • Starten Sie den Internetinformationdienste (IIS) – Manager.
  • Gehen Sie links auf den Servernamen.
  • Rechts klicken Sie auf Serverzertifikate und rechts dann auf Zertifikatsanforderungen.
  • Besorgen Sie sich nun ein Serverzertifkat (z.B. PSW.net oder SSLs.com) und spielen Sie dies ein.
  • Gehen Sie nun links auf die entsprechende Site mit der rechten Maustaste und wählen Bindungen aus.
  • Gehen Sie nun auf Hinzufügen und wählen Sie https aus, geben die neue URL ein, Port 443 und das entsprechende Zertifikat, bitte unbedingt auch den Haken bei SNI setzen.
  • Speichern Sie nun die Einstellungen und testen Sie diese, sollte es nicht klappen können Sie den IIS mit iisreset in einer privilegierten CMD Console neustarten .

Exchange 2016: Zugriff auf OWA funktioniert, jedoch keine Anmeldung an mobile Geräte möglich

In einem Falle konnten einige User mit mobilen Geräten auf ihr Postfach zugreifen und andere wiederum nicht.

Somit konnte es kein generelles- oder Firewall Problem sein, sondern musste mit der Benutzerkonfiguration zu tun haben.

Das seltsame war, das auf dem iPhone das Konto eingerichtet werden konnte, doch wenn man das Postfach nutzen wollte, meldete ein Fehler „Senden und Empfangen nicht möglich“.

Ich erhielt auf dem Exchange folgende Meldungen in der Ereignisanzeige:

  • 1031: MSExchange ActiveSync
  • 1053: MSExchange ActiveSync
  • 1107: MSExchange ActiveSync

Natürlich hatten die Benutzer die ActiveSync-Nutzung erlaubt.

Bei Recherchen fand ich dann die Lösung im Web:
Dem Benutzer fehlten Rechte im AD um ActiveSync Container zu erstellen.

Die Lösung ist recht einfach:
Auf dem DC im DSA.msc in den User Eigenschaften auf Sicherheit und dann die Vererbung aktivieren. Nach ein paar Minuten konnten dann die entsprechenden User ihre Mobilgeräte nutzen.

Quelle:

https://forums.slipstick.com/threads/56324-administrator-account-cant-sync-phone-disabled/


Exchange 2016: Emails gehen nicht raus

Bei einem frisch installierten Exchange Server hatte ich das Problem das Mails nicht raus gingen. Weder direkt per MX noch über Relay.

Der Exchange sollte Mails an ein Mailrelay auf einer internen Sophos übergeben, die Mails gingen weder rein noch raus.

Wurden Mails im OWA versendet, lagen diese in Entwürfe und gaben die Meldung „Es ist ein Fehler aufgetreten“ und im Outlook blieben die Mails einfach im Postausgang liegen.

Testweise habe ich dann mit Telnet eine Mail an den Exchange gesendet um zu schauen ob ich einen Fehler sehe – und siehe da, mir wurde gemeldet: „4.5.1 Temporary Server Error PRX2“.

Bei einer Recherche fand ich dazu 2 Möglichkeiten:

Zum einen sollte in den Servereigenschaften (ECP) der DNS Server überschrieben werden, da es Probleme geben kann wenn ein interner (z.B. DC) und ein externer DNS (z.B. Provider DNS oder Firewall/Router mit Forwarder nach außen) verwendet werden in den Servernetzwerkeinstellungen. Zusätzlich könnte man auch in der Hosts-Datei alle internen Server mit IP, Hostname und FQDN aufnehmen.

Zum anderen kann es zu Problemen kommen wenn mehrere Connectoren den selbern Port verwenden (auch wenn die unterschiedliche Quelladressen verwenden). Da der SMTP und ein Relayserver auf dem selben Port lagen, habe ich kurzerhand den Relay auf die Sophos umverlegt.

Nach einem Serverneustart funktionierte nun wieder alles.

Quellen:

http://www.servolutions.de/support/articles/temporaryservererror2013.htm

https://www.servolutions.de/support/installexchg2013.htm#section3


ESXI: VM optimieren

Kategorie: ESXI , Server

Bestimmte VMs wie Exchange-, Datenbank- oder Terminalserver benötigen viel Performance.

Hier holt man mit ein paar Anpassungen in den VMs mehr heraus:

VMXNet 3 Netzwerkadapter:

Der VMXNet Adapter ist ein paravirtualisierter Netzwerkadapter, dieser ist performanter als alle anderen virtualisierten Adapter, da er die Befehle direkt an den Netzwerkkontroller durchreicht.

Dieser kann während der Installation schon „eingesteckt“ sein, Treiber werden jedoch erst durch die VMWare Tools installiert.

Hinweis zum Thema Netzwerk: Mittlerweile kann man beliebige MAC Adressen verwenden, und muss nicht mehr wie früher vorgegeben einen bestimmten Teil verwenden – dies ist z.B. Interessant, wenn man einen Server virtualisiert welcher vorher einen Lizenzserverdienst bereitstellt der die MAC Adresse auswertet.

Paravirtualisierung SCSI Adapter:

Paravirtualisierte SCSI Adapter reichen ihre Befehle direkt an den Controller durch und gehen nicht über den Umweg der Virtualisierung.

Am einfachsten geht dies, wenn schon das Windows-Betriebssystem und die VMWare Tools installiert sind. Dann einfach im laufenden System einen solchen Adapter wie folgt hinzufügen:

Verwaltungskonsole > entsprechende VM auswählen > rechte Maustaste > Einstellungen bearbeiten > Anderes Gerät hinzufügen > SCSI-Controller > Beim Controller VMWare Paravirtual auswählen und speichern.

Anschließend in Windows neue Hardware suchen lassen (Win + R > devmgmt.msc) und sicherheitshalber die VM einmal durchstarten. Danach die VM herunterfahren und wieder in den Einstellungen die Festplatte dem neuen Controller zuordnen.

RAM direkt zuweisen:

Der Umweg über die Festplatte ist wesentlich langsamer als der Zugriff direkt auf den Speicher. Bei Servern, die große Speichermengen verwalten (z.B. Exchange oder Datenbank) bietet es sich an, diesen großen Speicher zuzuweisen und dann unter Windows das Auslagern zu deaktivieren (Arbeitsplatz > rechte Maustaste > Erweiterte Systemeinstellungen > Register Erweitert > Abschnitt Leitung Button Einstellungen > Register Erweitert > Virtueller Arbeitsspeicher > Button Ändern > Keine Auslagerungsdatei).

Doch auch der ESXI nutz Festplatten zum Swappen (Auslagern). Dies deaktivieren Sie in dem Sie in der Verwaltungskonsole > entsprechende VM auswählen > rechte Maustaste > Einstellungen bearbeiten > Arbeitsspeicher > Hacken bei „Gesamten Gastarbeitsspeicher reservieren“ setzen.